2011-12-17

Holidays Part Three

Fortsetzung von Holidays Part Two

Nachdem wir genug Wallabies gefüttert hatten und es so richtig heiss wurde, sind wir runter nach Cairns gefahren, haben da ein bisschen eingekauft und sind dann über die Gillies Range in die Atherton Tablelands gefahren.
Atherton Tablelands

Für diesen Teil habe ich mir eine schöne Rundfahrt ausgesucht. Grad als allererstes, wenn man von der Gillies Range her kommt, ist der Cathedral Fig Tree ein Muss. Es handelt sich um eine uralte, überdimensional riesige Würgefeige, die sich über einen bestehenden Baum hergemacht hat und ihn so quasi aufgefressen hat. Wie erwartet waren davon alle sehr beeindruckt.

Der nächste Halt, nur 5min Fahrt weiter, war der Kratersee Lake Barrine. Super klares Wasser und ein wunderschönes, altes Teehaus. Doch bevor wir da reingegangen sind, gab es noch eine kleine Wanderung von 80m. Zu den uralten Kairi Pines, zwei Pinien, welche von Millionen von Jahren schon wuchsen. Zwei ebenfalls beeindruckende Bäume mit sehr grossem Durchmesser.

Das alte Tea House Lake Barrine ist sehr bekannt für seine tollen Scones, ein Hefegebäck englischen Ursprungs. Es wird serviert mit Marmelade und geschlagenem Rahm. Beim Haus selbst handelt es sich um eines der wunderschönen Queenslander Colonial Houses, die ich so liebe.

Nach der kleinen Verstärkung gings zum Lake Eacham, der nur ein paar Minuten weiter liegt. Während das Schwimmen im Lake Barrine verboten ist, hat man beim Lake Eacham eine schön gemachte Schwimmanlage gebaut. Ein Steg mit Stufen zum Reingehen, eine Liegewiese, BBQs und eine Art Schwimminsel für Kinder und Kindergebliebene. Auch hier ist das Wasser superklar und man braucht keine Angst vor Krokodilen und dergleichen haben. An heissen Tagen ist es hier auch entsprechend rappelvoll.

Übernachtet haben wir dann am Lake Tinaroo, auf dem Campingplatz Tinaburra. Direkt am See gelegen haben wir einen wunderschönen Sonnenuntergang erleben dürfen.

Am nächsten Tag haben wir die Atherton Tablelands erkundet. Zu allererst ging es erstmal zum 60m tiefen Mt Hypipamee Crater. Der ist ganz schön eindrücklich. Seb und ich haben dann seine Eltern angewiesen, die Augen zu schliessen. Wir haben sie dann auf die Plattform geführt und erst, wenn sie über dem Krater standen, durften sie die Augen öffnen. Haha, das war eine Überraschung!

Dann hatten wir ein wundervolles Erlebnis. Wir haben im Wald einen Cassowary gesehen.Auf Deutsch: Helmkasovare, wohl wegen dem Schild, das sie auf dem Kopf haben. Diese flugunfähigen Vögel werden bis zu 2m gross, sind schwarz und haben bunte Köpfe. Und eine Begegnung mit ihnen kann tödlich enden, speziell wenn es sich um ein Elternteil mit Jungen handelt. Sie haben extrem starke Beine und scharfe Krallen, die sie einem in den Körper rammen können. Bei einem Angriff treten sie nach einem. Dieser war aber recht friedlich, wir konnten einige Fotos machen. Leider sind diese Tiere - wie so viele - am Aussterben.

Nach dem Krater haben wir den Waterfall Circuit gemacht. Als erstes schauten wir uns den Millaa Millaa Fall an, wohl der berühmteste aller Wasserfälle der Tablelands. Dann ging's zu den Zillie Falls, Ellinjaa Falls und Souita Falls. Die nächsten waren dann die Little Millstream Falls, welche bei Ravenshoe auf dem Weg nach Innot Hot Springs lag. Dorthin machten wir uns dann nämlich.

Hot Springs steht für Heisse Quellen. Dass das wörtlich zu nehmen ist, wurde mir dann schmerzlich bewusst, als ich da barfuss reinstand. Das Wasser war kochend heiss, nicht einfach nur warm, wie ich es aus dem Thermalbad her kenne.

Der Campingplatz da war eher dürftig, es hat uns da nicht sonderlich gefallen. Eigentlich überhaupt nicht, sodass wir entschieden, am gleichen Tag noch ans Meer zu fahren, was erst für den Tag danach geplant war. Es war allerdings schon nach 4pm, was hiess, dass wir erst gegen ca. 5.30pm da sein würden. Ob dann noch irgend ein Campingplatz geöffnet ist?

Wir hatten Glück. Nachdem wir an der Küste waren, und die Karte, die wir hatten, dort aufhörte, wo wir hin sollten und wir deswegen in die falsche Richtung gefahren sind, sind wir auf dem Campingplatz von Cowbay, direkt am Strand gelandet, welcher zwei Wochen später geschlossen werden sollte. Der Campingplatz lag genau da, wo letzten Sommer (Februar 2011) der Zyklon Yazi eingeschlagen und praktisch alles zerstört hatte. Seitdem seien die Touristen ausgeblieben. Auf dem Platz waren gerade mal 3 Personen. Schade, es war eigentlich ein sehr schöner.

Dafür sind wir dann am Morgen früh auf und sind Richtung Inisfail gefahren. In einem kleinen Bistro haben wir dann lecker gefrühstückt, ein richtiges Frühstück mit Bacon, Egg und Tomaten, hmmm....

Und dann sind wir nach Etty Bay gefahren. Diesen Campingplatz direkt am Meer habe ich mir ausgesucht, weil ich wusste, dass da in den Wäldern Cassowaries wohnen und frei am Campingplatz herumlaufen. Diese wollte ich den deutschen Touristen natürlich zeigen. Wusste ja nicht, dass wir bis dahin woanders welche sehen! Sebs Eltern hat es da so gut gefallen, dass wir einen richtigen Ruhetag einlegten und den ganzen Tag eigentlich nur am Strand waren. Ich gebe zu, es war auch für mich etwas erholend, mal einfach nichts zu tun.

Der nächste Tag war der letzte, bevor wir dann nach Alice Springs geflogen sind. Also sind wir wieder recht früh los und sind erstmal nach Innisfail. Nachdem Manuel bisher noch keinen Kaffee in Australien trinken konnte, der ihm schmeckte, sind wir in einen sogenannten richtigen Coffee Shop rein. Und haben gehofft. Während wir anderen lecker frühstückten und zufrieden waren mit den Getränken, war Manuels Kaffee noch immer nicht das richtig Wahre. Sehr schade.

Auf dem Weg nach Cairns haben wir dann Halt an den Josephine Falls gemacht. Wiederum ein sehr schöner, mehrstufiger Wasserfall, welcher an heissen Tagen gut besucht ist. Jetzt war es uns zu kalt zum Baden.

Der letzte Campingplatz im nördlichen Osten Australiens war direkt in Cairns gelegen, der Caravillage Park. Am Abend sind wir dann ein richtig super leckeres Steak essen gegangen. Wir waren im Northern Steak House. Sehr, sehr, SEHR zu empfehlen.

So, Teil drei ist nun auch fertig.

Weitere Bilder:





















































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